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Auf der Suche nach Eindeutigkeit. Wie die Flucht vor Ambiguität Gesellschaft und Kultur verändert

Während die Welt immer komplexer wird, ist gleichzeitig - nicht nur in westlichen Gesellschaften - ein Rückgang an Ambiguitätstoleranz festzustellen. Die Fähigkeit, Widersprüche auszuhalten, Ungewissheiten zu ertragen, andere Sichtweisen gelten zu lassen, ist offensichtlich weltweit im Schwinden begriffen. Dies hat nicht nur Auswirkungen auf die Gesellschaft, etwa auf die Akzeptanz von Demokratie, sondern auch auf jene Bereiche der Kultur, die auf Ambiguitätstoleranz angewiesen sind, ja dazu beitragen könnten diese in der Gesellschaft zu stärken wie Theater, Kunst und Musik. Auch ein auf möglichst schnelle und effiziente Ausbildung gerichtetes Bildungssystem lässt immer weniger Raum für spielerische Kreativität. 

Der Referent, Thomas Bauer, ist Professor für Arabistik und einer der prominentesten Islamwissenschaftler. Er wurde 2013 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft mit dem renommierten Leibniz-Preis ausgezeichnet. Zuletzt ist von ihm bei C.H. Beck das Buch "Warum es kein islamisches Mittelalter gab. Das Erbe der Antike und der Orient" erschienen. 

Anmeldefrist: 07.05.2020, 17:30 Uhr
1 Abend, 12.01.2021,
Dienstag, 19:30 - 21:00 Uhr
1 Termin(e)
vhs.wissen live Referententeam
U170009
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Gebühr: 4,00 €
maximal:100
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Anmeldung möglich bis zum 12.01.2021, 16:00 Uhr
Belegung: